

Die Tiroler Schützen haben ihren Ursprung im Landlibell Kaiser Maximilians und gehen zurück auf das Jahr 1511. Diese neue Wehrverfassung entband die männlichen Tiroler vom Kriegsdienst außerhalb ihrer Heimat, die sie allerdings auch nunmehr selbst verteidigen mussten. Jeder kennt den Tiroler Freiheitshelden Andreas Hofer und viele andere Kämpfer für die Freiheit des Landes. Unter dem Einsatz ihres Lebens verteidigten sie gegen eine große Übermacht die Heimat in den Jahren von 1796 bis 1809.
1950, nach dem 2. Weltkrieg, haben sich die Schützen zum "Bund der Tiroler Schützenkompanien" zusammen geschlossen, dem 234 Kompanien angehören. An der Spitze steht der Landeskommandant mit der Bundesleitung.
Im Land Tirol bestehen vier größere Organisationsformen der Schützen, die "Viertel": Tiroler Oberland, Tirol Mitte, Tiroler Unterland und Osttirol. Jedes Viertel besteht aus Bataillonen, diese wiederum aus Kompanien.
Die drei Osttiroler Bataillone sind: Lienzer Talboden mit 8 Kompanien, Iseltal mit 8 Kompanien, Oberland mit 10 Kompanien.
Die Schützen umrahmen kirchliche Feiern wie den Herz-Jesu-Sonntag, Fronleichnam, Mariä Himmelfahrt, Schutzengelsonntag, Seelensonntag und rücken zu Prozessionen aus. Sie nehmen aber auch an weltlichen Festen teil und veranstalten selbst Feiern und Feste, u.a. das Bataillonsschützenfest. Wenn Tiroler Schützen bei feierlichen Anlässen Salven schießen, so ist das Ausdruck höchster Wertschätzung und Ehrerbietung. In den Statuten sind auch die Werte, zu denen sich die Schützen bekennen, angeführt.
Diese sind: Treue zu Gott und dem Erbe der Väter; Der Schutz von Heimat und Vaterland; Die geistige und kulturelle Einheit des ganzen Landes; Die Freiheit und Würde des Menschen; Die Pflege des Tiroler Schützenbrauches.
Diese Grundsätze zu wahren und sein Leben und Wirken als Schütze und Mensch danach auszurichten ist demnach oberste Verpflichtung.
Die Schützen sehen sich heute vor allem als Bewahrer von Grundwerten. Sie tragen auch viel zur Erhaltung von Wegkreuzen, Gipfelkreuzen, Kapellen, Bildstöcken usw. bei.